Das Sozialtraining findet in unserer Einrichtung in zwei Formen statt. So gibt es zum Einen das tägliche Angebot, das zeitlich einen stetigen Zugang ermöglicht. Hier wird nicht in einer festen Gruppe mit einem festen Fahrplan gearbeitet, sondern die Angebote werden hier, auch aufgrund der hohen Fluktuation, individuell auf die Teilnehmer zugeschnitten. Zielgruppe sind hier Probanden die entweder durch die Bewährungshilfe oder das Gericht zugewiesen werden, um die Auflage der Ableistung gemeinnütziger Stunden zu erfüllen. Auch Kunden der Jobcenter, welche beispielsweise durch den Konsum von Suchtmitteln, devintes Verhalten, oder schwieriger soziobiographischer Hintergründe starke Vermittlungshemmnisse aufweisen gehören zu unserer Zielgruppe. In den Praxiseinheiten werden zum Beispiel für die Kommunen oder den Ilmkreis Grünflächen gereinigt oder Graffitis entfernt. In der Einrichtung gibt es verschiedene ergotherapeutische Angebote wie z.B. unsere Holzwerkstatt in der kleinere Möbelstücke aufgearbeitet werden, oder die Herstellung von Schmuck. Neben diesen Angeboten werden regelmäßig theoretische Einheiten durchgeführt. Dies beginnt mit der Anamnese der einzelnen Teilnehmer, der Gestaltung von Gruppen- und Einzelgesprächen und geht weiter über die Biographiearbeit und der gemeinsamen Suche nach Lösungsansätzen für die unterschiedlichen Problemfelder. Die Neustrukturierung der Tagesabläufe der Probanden, die Kontinuität und nicht zuletzt die kleinen Erfolgserlebnisse wie auch das gemeinsame Erledigen von Ämter- und Behördenangelegenheit und die Beratung sorgen für eine höhere Nachhaltigkeit unserer Arbeit.
Die täglichen Maßnahmezeiten sind von 7.30Uhr bis 13.30 Uhr, die TN Zahl ist begrenzt auf maximal 10 TN.

Als nächstes bieten wir Soziale Trainings Kurse (STK) an, welche ähnlich wie das AGT, in festen Gruppen zu bestimmten Terminen durchgeführt werden. Die Gesamtdauer eines solchen Kurses beträgt zwischen 20 und 40 Stunden inkl.  Vor- und Nachbereitungszeit. Auch hier ist die Gruppengröße auf max. 8 TN begrenzt.
Der Soziale Trainings Kurs ist ein niedrigschwelliges Angebot und greift meist als präventive Maßnahme, oder als gerichtliche Weisung,  um weitere Abweichungen oder gar Haft zu vermeiden.