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Schulen und Jugendeinrichtungen

In unserer Einrichtung wird mit Hilfe von sozialen Klassentrainings und Workshops Gewaltprävention praktiziert. Dies umfasst auch die immer früher einsetzende Mobbingproblematik.
Integrations- und Selbstausgrenzungsprobleme von Kindern und Jugendlichen sowie Gewaltvorkommnisse und Mobbing sind an Schulen in Deutschland Alltag geworden. Mit unserer Arbeit an Schulen leisten wir einen Beitrag zu einer produktiven und angenehmen Lern – und Lebenssituation in der Schulklasse. Die Lehrkräfte werden immer häufiger mit den sozialen Schwierigkeiten von Schülern konfrontiert, deren Verbesserung von Seiten der Eltern nicht selten und wie selbstverständlich an die Institution Schule abgegeben wird. Durch das Arbeiten mit und in der Gruppe wird Toleranz und Demokratie geübt und die Schüler werden altersangemessen zu einem neuen Wir – Gefühl begleitet.

Was ist ein soziales Klassentraining?

Das Sozialtraining ist ein Trainingsseminar für Schulklassen zur Steigerung einer produktiven und sozialen Interaktion. Mit dem Training haben die Schüler/innen die Möglichkeit sich in ihrer individuellen Rolle in der Klasse zu entdecken, ihre Empathiefähigkeit zu trainieren, von einer positiven Gruppendynamik gestärkt zu werden und eigenverantwortliches Handeln, Konflikt-, Team- sowie Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln.

Zielsetzung des soziale Klassentrainings

Das Training ist auf eine Schulklasse begrenzt, weil sie einen sicheren und überschaubaren Rahmen für die Schüler/innen bietet und gruppendynamische Prozesse intensiver von den Trainer/innen begleitet werden kann. Die Gruppe bietet die Grundlage für soziales Lernen. Besonderes Augenmerk legen wir auf Verhaltensfertigkeiten, die sich zum Beispiel positiv auf Konfliktlösungsstrategien auswirken. Außerdem sprechen wir auch Schüler/innen an, die sich in der Klasse in vielen Situationen verunsichert und eingeschüchtert verhalten und daher oft in eine Opferrolle gedrängt werden. Daher ist dieses Training nicht nur ein Training zur Gewaltprävention, sondern schult auch Verhaltens-weisen, die zu einem selbstsicheren und selbstbewussten Agieren führen kann. Das Schulsozialtraining soll bestehende soziale Schwierigkeiten aufdecken, reflektieren und verändern.

Kulturelle Unterschiede, geschlechtsbezogene Interessen, individuelle Stärken und Schwächen finden in diesem Seminar Raum, um sich selbst und jede(n) Mitschüler/in neu entdecken zu können. Die Schüler können in diesem Training ihre Einstellungen, Sichtweisen und Gefühle transparent machen und damit auch die Möglichkeit bekommen ihre individuelle Rolle in der Klasse zu finden und von einer positiven Gruppendynamik aufgefangen zu werden.

Zusammenfassend sind folgende Ziele zu nennen

  • Stärkung einer positiven Gruppendynamik
  • Verbesserung der individuellen sozialen Kompetenzen
  • Stärkung des Ich insbesondere bei unsicheren Schülern
  • Entwicklung geeigneter Konfliktlösungsstrategien

Schulen sollen Schläger finden, TA vom 06.10.08

Gestern stand wieder ein Artikel in der Thüringer Allgemeinen, der Bezug zu unserer Arbeit hat:

Gewaltprobleme von Jugendlichen sollen bereits an Schulen erkannt werden. Das ist das Ergebnis eines Pilotprojektes zur Zusammenarbeit von Schule, Polizei, Jugendhilfe und Justiz. Als Täter würden Jugendliche oft erst zwei Jahre später bei der Polizei auffällig. So die Information von der Landesstelle Gewaltprävention. Schulen dagegen hätten Probleme Jugendlicher frühzeitiger im Blick.